Sinkende und schwankende Östrogenspiegel beeinflussen viele Systeme deines Körpers gleichzeitig: unter anderem deinen Schlaf, deinen Stoffwechsel, deine Knochen, deine Gelenke, deine Muskeln, deine Schleimhäute, dein Nervensystem und deine Stimmung.
Entscheidend ist nicht nur, dass sich etwas verändert, sondern auch, wie du deinen Körper in dieser Phase unterstützt. Das Tückische: Weil einige dieser Veränderungen schleichend kommen, fallen dir viele Symptome oft erst auf, wenn schon einiges an Degeneration stattgefunden hat. Je früher wir ansetzen, desto besser. Vorbeugen ist immer leichter als später etwas auszugleichen.
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Östrogen wirkt direkt auf das Temperaturregulationszentrum im Hypothalamus. Schwankende und sinkende Spiegel verengen die sogenannte thermoneutrale Zone, den Bereich, in dem sich dein Körper temperaturmäßig wohlfühlt, ohne gegenzusteuern. Schon kleine Temperaturschwankungen lösen dann Hitzewallungen und Schweißausbrüche aus, häufig auch nachts, was den Schlaf fragmentiert.
Phytotherapeutische Ansätze wie Traubensilberkerze zeigen in Studien eine gemischte Evidenzlage, manche Frauen profitieren spürbar, andere kaum, auch weil sich Präparate in Dosierung und Qualität stark unterscheiden. Auch ayurvedische Anwendungen können hier unterstützend wirken, individuell abgestimmt auf deine Konstitution. Mittlerweile gibt es zudem Medikamente, die direkt auf das Temperaturzentrum wirken und sowohl bei Hitzewallungen wie Schlafstörungen helfen können. Das ist eine Option, die du bei Bedarf mit deiner Gynäkologin besprechen kannst, gerade wenn pflanzliche und ayurvedische Ansätze allein nicht ausreichen.
Mit sinkendem Östrogen verändert sich die Fettverteilung, weg von der klassischen Gluteofemoral-Verteilung, hin zu mehr viszeralem Fett am Bauch. Gleichzeitig sinkt tendenziell der Grundumsatz, und die Insulinsensitivität kann sich verschlechtern.
Das bedeutet: Eine Gewichtszunahme in dieser Phase hat etwas mit der real veränderten Stoffwechsellage zu tun. Was meistens hilft, ist nicht weniger essen, sondern anders essen und trainieren: mehr Krafttraining, um Muskelmasse zu erhalten, dazu ausreichend Protein.
Wechseljahre sind nicht nur körperlich spürbar. Östrogen und Progesteron wirken auch direkt im Gehirn, unter anderem auf Botenstoffe wie Serotonin, die deine Stimmung und dein Stressempfinden regulieren. Reizbarkeit, depressive Verstimmungen, Konzentrationsprobleme, ein Gefühl von „Brain Fog“ und Angstzustände können in dieser Phase gehäuft auftreten und sind hormonell mitbedingt. Diese Symptome sind kein Zeichen von Schwäche, sondern Ausdruck eines nachvollziehbaren, hormonell bedingten Prozesses, den ich in meiner Begleitung ernst nehme.
Östrogen bremst normalerweise den Knochenabbau. Fällt es weg, beschleunigt sich der Verlust an Knochendichte spürbar, besonders in den ersten fünf bis zehn Jahren nach der letzten Periode. Krafttraining, ein gut austarierter Knochenstoffwechsel mit ausreichend Vitamin D, K2, Magnesium, Bor und Calcium sind die Basis, eine Knochendichtemessung (DXA) lässt sich über deine Ärztin oder deinen Arzt veranlassen.
Bist du zusätzlich wegen Brustkrebs unter Antihormontherapie, verschärft sich dieses Thema noch einmal. Dafür habe ich ein eigenes Programm: Sicher & Stabil durch die Antihormontherapie.
Morgensteifigkeit, Gelenkschmerzen und Muskelabbau sind häufige Begleiterscheinungen des hormonellen Wandels. Östrogen wirkt entzündungshemmend und schützt deinen Knorpel; fehlt es, kann sich dein Knorpel schneller abbauen, und deine Gelenke reagieren empfindlicher auf Belastung. Bewegung spielt hier eine doppelte Rolle: Sie regt die Produktion von Synovialflüssigkeit an, der Gelenkschmiere, die deinen Knorpel ernährt und deine Gelenke geschmeidig hält, und sie unterstützt gleichzeitig deinen Muskelaufbau, der deine Gelenke zusätzlich entlastet. Bleibst du hier untätig, kann sich das über die Jahre verstärken, deshalb solltest du hier aktiv werden: mit gezielter Bewegung, Entzündungsmodulation über die Ernährung, Mikronährstoffen und ayurvedischen Anwendungen.
Eine gründliche Diagnostik hilft uns, deine Beschwerden richtig einzuordnen und daraus möglichst wirksame Maßnahmen abzuleiten. Vieles davon, etwa die BIA und die VNS-Analyse, ist bereits fester Bestandteil meiner Praxis und im Preis meiner Programme enthalten. Labor wird separat abgerechnet, hier schauen wir gemeinsam, welcher Umfang für dich sinnvoll ist.
Wie ich mit diesen Beschwerden konkret arbeite, liest du unter Therapieansatz.
Mehr zur Labordiagnostik dahinter unter Diagnostik & Hormonstatus.
Erkennst du dich in mehreren dieser Beschwerden wieder? Lass uns gemeinsam schauen, was dahinter steckt. hallo@fraumamma.com · 0177 34 33 908
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